Das Schröpfen

reikifuchs-daniela-fuchs-schroepfen-350Schröpfen dient zur Anregung der Selbstheilungskräfte. Es kommt zur Regulierung gestörter Körperfunktionen, es fördert die Durchblutung, regt den Stoffwechsel an, wirkt entzündungshemmend und bekämpft Schmerzen und Krämpfe.

Was passiert da?

Zuerst wirst du mit Johanniskrautöl eingerieben. Schröpfgläser werden für ca. 10 Minuten auf Körperstellen aufgesetzt. Mit einer Pumpe wird dann Luft abgepumpt wobei in den Gläsern ein Unterdruck entsteht. Die Haut wird hineingesogen und dadurch die Durchblutung angeregt.

Schröpfen ist unschädlich und hat keine Nebenwirkungen. Was allerdings passiert ist, dass du an Körperstellen blaue Flecke bekommst. Diese Reize aktivieren die örtlichen Selbstheilungskräfte und fordern die Gewebe zur verstärkten Reaktion heraus. Diese Hämatome hast du dann für einige Tage.

Ich schröpfe nur trocken und sauge dir nicht dein Blut aus! … das könnte dir in einer anderen Stunde passieren!

Wie wirkt das Schröpfen?

Schröpfen wirkt weil die inneren Organe und die zentralen Organe des Nervensystems über das Nervensystem mit der Haut verbunden sind. Beleidigte Organe senden über vegetative Nerven Reize zu den entsprechenden Hautbezirken aus, die mit Verspannungen, Druckschmerzpunkten, Quellung, Bindegewebsschwund oder Dauerschmerzen reagieren. Hier spricht man von Organ-Rückenmark-Haut-Verbindungen, die nach dem Prinzip der Rückkoppelungsmechanismen arbeiten.

Für die die es genau wissen wollen. Zu diesen Verbindungen sagt man „kutiviszerale/viszerokutane Reflexbahnen. Über die Head´sche Zonen wird über die kutiviszeralen Reflexwege auf die inneren Organe Einfluss genommen.

Die Wirkung kommt dadurch zustande indem das Blut in „fremde“ Umgebung, sprich in Weichteilen und Zwischengewebsräume gesaugt wird. Damit wirkt das Blut wie ein „Fremdkörper“ und damit als Reizkörper, welches der Organismus beseitigen möchte. Bevor das in den Geweben angesammelte Blut abtransportiert werden kann, muss es in seine Bestandteile zerlegt werden. Durch den Zerfall des in Geweben befindlichen Blutes setzt der Organismus Vorgänge in Bewegung, wie zB die Vermehrung von Antikörpern wodurch die Abwehrkräfte angeregt werden. Bindegewebsablagerungen und alte abgelagerte Eiweißkörper werden zerlegt und abtransportiert. Die austretenden Blutabbaustoffe fördern die Neubildung von Blutkörperchen und Vermehrung von Fermenten, die bei der Lösung von Entzündungen wichtig sind. Ebenso werden für das vegetative Nervensystem anregende Stoffe frei, welche die Blutgefäße erweitern und dadurch die Durchblutung verbessert. Die Drüsenaktivität wird erhöht und bewirkt eine vermehrte Ausscheidung zB über den Schweiß. Das heißt, dass du nach dem Schröpfen wahrscheinlich ein bisschen „menschelst“ also riechst.

Wichtig ist, dass du danach nicht vergisst viel Wasser zu trinken.

Wann wirkt das Schröpfen besonders gut?

  • V.a. bei Krankheiten der Atmungsorgane
  • Bei Asthma
  • Bei Anginen
  • Bei grippalen Infekten und starken Erkältungen
  • Bei akuten und subakuten Bronchitiden
  • Bei Erkrankungen im Verdauungstraktes, der Nieren oder Harnwege
  • Bei Herz-Kreislauf-Störungen
  • Bei Muskelkrankheiten
  • Bei Durchblutungsstörungen
  • Bei Kopfschmerzen und Migräne
  • Bei rheumatischen und arthritischen Gelenkserkrankungen
  • Bei Wirbelsäulenerkrankungen
  • Bei Akne
  • Bei neuralgischen Schmerzen
  • Bei Pneumonien
  • Aber auch gegen Falten, Zellulitis, …

Was kann man nach der Behandlung erkennen?

Nach dem Schröpfen machen sich Stauungen bemerkbar indem Bereiche (dunkel)blau werden und sich kalt anfühlen. Zustände der Leere lassen die Haut rot und warm erscheinen. Ebenso erkennt man ob der Ort der Symptomatik auch der Ort des wahren Störherdes ist. Es kann vorkommen, dass sich Regulationsblockaden auflösen. Dabei können zusätzliche Beschwerden auftreten, die auf den Sitz des eigentlichen, krankhaften Auslösers zeigen.

Die Schröpfkopfmassage

Zuerst wirst du mit Johanniskrautöl eingerieben. Dann wird ein Schröpfkopf aufgesetzt und für ca. 3 Minuten auf der Hautoberfläche verschoben und in Kreise bewegt. Wenn die Haut rötlich, bläulich geworden ist beende ich die Massage. Es kann sein dass du nach der Schröpfkopfmassage muskelkaterähnliche Schmerzen hast. Hier wird der Blut- und Lymphabfluss gefördert und dadurch der Stoffwechsel angeregt. Diese Art der Massage ist sehr angenehm.

Wer soll bitte NICHT schröpfen:

Schwangere bis zum 4. Monat

Menschen mit Tuberkulose und

Menschen mit Tumoren.

Den Arzt darf ich trotzdem weiterhin nicht ersetzen!

Wenn du Fragen oder Interesse hast und geschröpft werden möchtest kannst du mich jeden Mittwoch im Lichthafen besuchen oder triffst mich in Retz an. Inklusive Tee und Plauscherl würde ich eine Stunde an Zeit einberechnen.

Abbildung eines meiner gefangenen Kaninchen und wie es geschröpft wird…